Prinzip Geben und Nehmen

Das erste Prinzip des Lebens ist das Geben und Nehmen.

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Dieses Prinzip zeigt sich bereits im stetigen Ein-und Ausatmen, welches uns das Überleben ermöglicht.

Viele philosophische und psychologische Modelle beschreiben diese Gesetzmäßigkeit.

Haben wir uns schon einmal überlegt, dass die Erde uns den Körper gibt, den wir ein Leben lang bewohnen, um darin Erfahrungen zu machen, die der Entwicklung unserer Seele, unseres Wesens dienen? Die Erde gibt uns alles, was wir zum Leben brauchen. In vielen Traditionen lebt noch dieses Wissen, dass wir etwas zurückgeben müssen –  daraus hat sich das Opfer entwickelt. In der Tradition der Anden, die zu den ältesten Traditionen auf dieser Erde zählt, haben sich viele Formen bewahrt, diesen Ausgleich mit der Mutter Natur herzustellen.

Darüber hinaus lässt sich dieses Geben und Nehmen zwischen der Mutter Erde und uns, ihren Kindern, in einem noch viel umfangreicheren Kontext betrachten. Dadurch dass wir Menschen „vergessen“ haben diesen Ausgleich zu schaffen, ist das Gleichgewicht der Erde sehr bedroht. Dies spürt und lebt jedes Geschöpf auf dieser Welt.

Die alten weisen Ansätze der Inkas, die in ihrer tiefgründigen und nie veralternden Philosophie die Mutter Erde in das Zentrum all ihrer Überlegungen und Handlungen mit einbezogen haben, sind aktuellerdenn je.

Welche Zugänge gibt es, um diese Verbindung wieder lebbar für den Menschen werden zu lassen und sich dieser tiefen Bedeutung der Mutter Erde bewusst zu werden?

Erst wenn wir Menschen diese Verbindung zur Erde wieder aufbauen, können wir unsere eigene Natur wieder finden, da wir ein Teil der Erde sind. Dies bedeutet für den Menschen, sich der eigenen Erde – dem eigenen Körper und seiner Gesunderhaltung – zu widmen. Auf diese Art und Weise leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Herstellung des persönlichen Gleichgewichts und in weiterer Folge für das Gleichgewicht der Erde.

Die tiefgründigen Zugänge der Philosophie der Inkas können uns eine große Stütze sein, gesünder, bewusster zu leben und eine Verantwortung für das Gleichgewicht auf der Erde zu empfinden und entsprechend zu handeln.